ARD/ZDF-Onlinestudie 2008


Immer mehr User - Video-Boom im Netz ARD/ZDF-Studie 2008 - Internetnutzung steigt an


Das Internet boomt weiter: Immer mehr Menschen in Deutschland gehen online. 42,7 Millionen Erwachsene surfen im Netz - vor allem ältere Menschen entdecken das WWW für sich. Dabei steigt die Nachfrage nach Videos im Netz, so die ARD/ZDF-Onlinestudie 2008.

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65,8 Prozent der Erwachsenen sind online. Damit stieg die Zahl der Nutzer in Deutschland um 1,9 Millionen im Vergleich zum Jahr 2007 (62,7 Prozent).

Die höchsten Zuwachsraten weisen dabei die "Silver Surfer" auf: Von den 60- bis 79-Jährigen surfen inzwischen 29,2 Prozent im Internet.

Zu diesen Ergebnissen, die kommenden Juli veröffentlicht werden, kommt die ARD/ZDF-Online-Studie 2008, die seit 1997 die Messlatte für die
Internet-Entwicklung in Deutschland ist. Innerhalb dieser bundesweiten Repräsentativstudie wurden im März und April dieses Jahres 1802 Erwachsene
in Deutschland befragt.


"Medienkonsum ändert sich dramatisch"

Beflügelt wird die rasante Entwicklung der Internet-Verbreitung in Deutschland durch die steigende Nachfrage nach multimedialen Anwendungen im Netz: 55 Prozent (2007: 45 Prozent) aller Onliner rufen Videos, zum Beispiel über Videoportale oder Mediatheken, ab und schauen live oder zeitversetzt Fernsehsendungen im Internet.

Audiofiles wie Musikdateien, Podcasts und Radiosendungen im Netz werden von 35 Prozent (2007: 37 Prozent) genutzt. Das steigende Interesse an Videos im Netz spiegelt sich in der Verbindungstechnik der Anwender wider:

Mittlerweile verfügen 70 Prozent der Onlinenutzer über einen DSL/Breitband-Anschluss (2007: 59 Prozent), der den komfortablen Abruf datenintensiver Angebote ermöglicht.

ZDF-Intendant Markus Schächter, stellvertretender Vorsitzender der ARD/ZDF-Medienkommission, erklärt dazu: "Abruffernsehen ist schon jetzt ein fester Bestandteil der Fernsehnutzung. Jeder zweite sieht schon heute Videos und Sendungen im Netz.

Insbesondere bei den jüngeren Online-Nutzern
verändert sich der Medienkonsum dramatisch. Die Hälfte der Zuschauer unserer Mediathek ist unter dreißig. Zeitsouveränität und Mobilität bestimmen die TV-Nutzung der Zukunft."


Abruf-Videos spielen größere Rolle

Auch der Intendant des Hessischen Rundfunks und Vorsitzende der ARD/ZDF-Medienkommission Dr. Helmut Reitze sieht in den veränderten Nutzungsgewohnheiten eine große Chance für die Mediatheken des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: "Neben unseren linearen Programmen in Radio und Fernsehen spielen Audios und Videos auf Abruf im Internet eine immer größere Rolle.

Wir verfügen über hochwertige Inhalte, die wir unserem Publikum auch in Zukunft zeitunabhängig und mit einer Fülle von Zusatzinformationen bereitstellen können."

Dabei werde schon heute der eigenständige Charakter des Mediums Internet erkennbar. "Unsere Abrufstatistiken belegen", so Helmut Reitze weiter,
"dass die meisten Nutzer noch viele Wochen oder Monate nach der Ausstrahlung in Hörfunk oder Fernsehen Sendungen abrufen, wenn sie sich für
bestimmten Inhalte und Themen in unseren Internetangeboten interessieren."

 
 
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